Der Neubau der Mediothek Krefeld wurde von UKW Innenarchitekten aus­ge­stattet. Die Architektur von HPP/db verbindet elf Ebenen durch weiße, schräg angeordnete Rampen, die als zentrale Erschließungs­elemente die Möglichkeit bieten, von allen Positionen die gesuchten Sach­gebiete zu finden. Für die etwa 190.000 Medien sind klare Ordnungs­prinzipien notwendig. Das Atrium dient für Veranstaltungen oder den Nonbooks. Ein keilförmiges, 15 Meter langes Sitzmöbel lädt zum Verweilen ein. Der Clubleseraum wird für besondere Zwecke eingesetzt. Die geräucherte Lärche steht mit ihrer ungeschliffenen Oberfläche im spannenden Kontrast zu den robusten Schichtstoff- oder Gummioberflächen der sonstigen Möblierung.

Nutzung
Stadtbibliothek

Zeitraum
Planungsbeginn 2/2007
Fertigstellung 3/2008

Bauherr
Stadt Krefeld

Architekt
HPP Architekten

Größe
2.300 qm

Umfang
Leistungsphasen 1-8

Fotografie
Jens Kirchner

Roter Kautschukboden dominiert. Graugrün gehaltene Außenwände rahmen den Innenraum. Sauber aufgereiht stehen die eigens für diese Mediothek entwickelten Regale im Dialog mit den parallel angeordneten Ebenen. Die Kopfteile fungieren als Leitsystem und zeigen dem Benutzer aktuelle Medien. Die hellen Regale mit ihren soliden Querschnitten und der horizontalen Ausrichtung rahmen die auf ziegelroten Böden stehenden Bücher. Fünf Theken dienen dem Besucher zur per­sönlichen Information. Als Rundling konzipiert und hinterleuchtet setzen sie ein optisches Signal. Die transluzenten Flächen der Theken und Regalrückwände spielen mit dem Licht.

Das Foyer leitet den Besucher und übernimmt technische Funktionen. Durch eine einheitliche Farbgebung und Materialität werden die Funktionen der Mediothek übersichtlich und plakativ visualisiert. In den rollbaren Sonder­möbeln befinden sich die elektronischen Medien.