Das Café Central ist Teil des rennomierten Essener Grillotheaters. 1892 erbaut, erlebte es Zerstörung, Wiederaufbau und Umbau. Unter neuer Intendanz von Anselm Weber wurde eine andere Ausrichtung des heterogenen Cafés notwendig.
Der Plausch zwischen Architekt und Gastronom und das Versprechen, einen unverwechselbaren Kronleuchter als zentrales Element zu entwickeln, war für die Neugestaltung Ausschlag gebend. Die Koordination aller Gewerke vom Abbruch der vorhandenen Einrichtung über die Planung der Neugestaltung bis zur Überwachung der Ausführung war Bedingung für die Auftragsvergabe.
Die Reduzierung der Materialien und die formale Klarheit der entwickelten Einbauten verleihen dem Café eine offene, kommunikative Atmosphäre. Gezielt indirekte Lichtführung und die 60 Porzellanstelen des gewaltigen Kronleuchters dominieren den Raum.

Nutzung 
Grillotheater Essen,
Café Central

Aufgabe 
Umgestaltung in Kooperration mit Architekt Klaus Ulaszewski

Zeitraum 
2006

Bauherr 
DON GmbH, Essen

Größe 
300 qm

Umfang 
Leistungsphase 1-8

 

Fotografie 
Jens Kirchner

Die zeitgemäße Interpretation des Kronleuchters wird durch die reduzierte Formgebung und Material­­wahl geprägt. Hauchdünne Porzellan­stelen mit sehr matten Oberflächen und leichten Verformungen stehen im spannungsvollen Verhältnis zum filigranen, scharfkantigen und hochglanzlackierten Baldachin. Die angenehme Lichtfarbe erzeugt an diesem Ort die unverwech­sel­bare Atmosphäre. Nach langen Recherchen wurden mit der Porzellanmanufaktur Raupach und dem Leuchtenhersteller RSL sehr kompetente Partner für die Umsetzung dieses Einzelstücks gefunden.